Morgenseiten

Morgenseiten

Ich bin eine Freundin von Morgenseiten.

Es gibt viele Wege, sich mit Morgenseiten zu befassen. Viele Menschen schreiben gleich nach dem Auffwachen, also noch vor dem Aufstehehn, drei oder vier Seiten.
Ich gebe mir die ersten fünfzehn Minuten meines Tages, um zu schreiben. Ich schreibe alles auf, was mir in den Sinn kommt: Gedanken, Traumfetzen, Traumszenen, Ideen und vieles mehr. Mittlerweile bin ich sogar richtig gut darin, meine Träume, selbst dann, wenn sie verworren und unlogisch sind, am Morgen zu erinnern, eben weil ich sie aufschreibe.

Morgenseiten machen den Kopf für den Tag frei und bieten andererseits auch eine Inspirationshilfe für Ideen.
Bei dieser Methode wird beim Schreiben direkt aus dem Unterbewusstsein geschöpft und der bewusste Verstand ausgeschaltet (In diesem Zusammenhang ist es ausnahmsweise einmal richtig, den Verstand auszuschalten).

Das Ausschalten des bewussten, zensierenden Verstandes ist, vor allem für die Entwicklung von Ideen, von enormer bedeutung, da es den Flow erst fördert.
Es funktioniert am Morgen, kurz nach dem Aufwachen, am besten, weil man dem Traumzustand noch am nächsten ist und die Erlebnisse des Tages einen noch nicht beeinflussen können.
Genau dieses Nichtbeeinflussenkönnen ist für den kreativen Prozess sehr wichtig.

Unser Gehirn produziert fünf verschiedene Formen von Hirnwellen, die sich durch ihre Frequenz, also das Tempo ihrer Schwingung, unterscheiden.

– Gamma-Wellen: 100 38 Hertz (Hz = Schwingungen pro Sekunde) – Beta-Wellen: 38 15 Hz
– Alpha-Wellen: 14 8 Hz
– Theta-Wellen: 7 4 Hz
– Delta-Wellen: 3 0,5 Hz

Logisch-analythisches Denken gehört zur Linken, intuitiv-assoziatives zur Rechten Hirnhälfte. Kreativität wird deshalb oft der rechten Hämisphäre zugeordnet.
Diese Behauptung kannInteressanterweise haben Untersuchungen gezeigt, dass Messungen der Hirnströmme Mitells EEG, bei den meisten Menschen eine fast gleich starke Aktivität beider Hirnhälften.
Summasumarum sind also am Kreativitätsprozess beide Hirnhälften beteiligt.

Die einzelnen Bewusstseinszustände, die mit den unterschiedlichen Hirnwellen zusammenhängen, geben nicht nur Aufschluss über die Kreativität sondern auch darüber, weshalb Morgenseiten ein solch .hilfreiches Insturent sein können.

So werden Gammawellen beispielsweise mit Spitzenleistungen, starker Konzentration, mystischen und transzendenten Erfahrungen, aber auch mit Angstzuständen, Schizophrenie und Hyperaktivität in Verbindung gebracht.

Betawellen gehören zum alltäglichen Wachbewusstsein mit seiner nach außen gerichteten Aufmerksamkeit und dem logischen, prüfenden, zielgerichteten Denken.
Die höheren Frequenzen des Betaspektrums entstehen bei innerer Unruhe, Angst, Stress und wenn unser innerer Zensor aktiv ist, also die Stimme in uns, die kommentiert und kritisiert, was wir gerade tun.

Bei niederfrequenten Betawellen dagegen ist das Denken klar, wach, aufmerksam und kreativ.

Alphawellen gehören zu einer entspannten Grundhaltung.
Sie treten beim Tagträumen und Visualisieren auf.
Alphawellen gelten als Brücke zu meditativen Zuständen (im Theta- und Deltawellenbereich).
Wenn wir so tief meditieren, dass wir nur noch Theta- (s. u.) und Deltawellen, aber keine Alphawellen mehr produzieren, können wir uns an die Inhalte der Meditation nicht mehr erinnern. [Alpha-Wellen treten hauptsächlich bei geschlossenen Augen auf und werden beim Öffnen der Augen durch Beta-Wellen ersetzt (sog. Berger-Effekt).]
Der Alphazustand ist daher besonders in Kombination mit anderen Hirnwellen bedeutsam.
Alphawellen treten verstärkt auch kurz vor dem Einschlafen und kurz nach dem Aufwachen auf.

Deltawellen sind die Hirnwellen mit der niedrigsten Frequenz und stellen den unbewussten Bereich dar.
Im traumlosen Tiefschlaf produzieren wir ausschließlich Deltawellen. Sie kommen aber auch in Kombination mit anderen Hirnwellen vor.

Theta sind die Wellen des Unterbewussten.
Sie kommen besonders im Traum, in der Meditation, bei Gipfelerfahrungen und während tiefer Versenkung in kreative Tätigkeiten vor.
Im Theta-Bereich finden sich auch unsere unbewussten oder unterdrückten Bewusstseinsinhalte.
Innere Bilder, die wir im Thetazustand wahrnehmen, sind manchmal bläulich getönt und vermitteln uns meist ein Gefühl von tieferer Bedeutung als die bunten Bilder, die wir im Alphazustand wahrnehmen.
Thetawellen allein bleiben unbewusst; erst wenn auch Alphawellen hinzukommen, können wir ihre Inhalte bewusst wahrnehmen oder erinnern.

Schlussfolgerungen:
1. Langsame Betawellen sind also ideal, wenn wir konzentriert an einer Aufgabe arbeiten.
2. Für die Traumphase“ des kreativen Prozesses ist eine
Kombination von Theta- und Alphawellen ideal.

Nun produziert aber der Mensch nicht allein eine Art von Hirnwellen.An den allermeisten Bewusstseinszuständen ist eine Kombination mehrerer Wellen beteiligt.

Im Flow erleben wir die größtmögliche mentale Wachheit, während er gleichzeitig eine Art meditative Versenktheit errreicht. Auch im Traum, in Trancezuständen, im Halbwachzustand vor dem Einschlafen oder beim langsamen Aufwachen haben wir diese Kombination von Hirnwellen.
Kurz nach dem Aufwachen produziert unser Gehirn eine Kombination, die der Meditation entspricht: Alpha und Delta und Theta.

Zum Lösen wichtiger Aufgaben, oder dem Schreiben, benötigen wir aber auch die nötige gerichtete Aufmerksamkeit von niederfrequenten Betawellen. Fügen wir dem Meditationszustand des langsamen Aufwachsens durch das Schreiben von Morgenseiten Betawellen hinzu, produzieren wir exakt das Hirnwellenmuster, das zum Flow-Zustand gehört.
Im Flow-Zustand steht uns nämlich die Intuition der Deltawellen, die Inspiration und Einsicht der Thetawellen, das entspannte, losgelöste Bewusstsein der Alphawellen und die Möglichkeit, Gedanken bewusst zu verarbeiten der Betawellen, gleichzeitig zur Verfügung.
In diesem Zustand können die Informationen ungehindert zwischen allen Bewusstseinsebenen fließen.
Unser Bewusstsein wird deshalb klarer, schneller, flexibler und origineller, tiefe Einsichten und Aha-Erlebnisse“ sind möglich.
Beim Schreiben von Morgenseiten, wenn unser Hirn noch nicht von hochfrequenten Betawellen (= Stress) bestimmt ist, erleben wir auf einfache Weise Flow und Flow wird von dem Kreativitätsforscher Mihaly Czikszentmihalyi mit Glück gleichgesetzt.
Kurz nach dem Aufwachen sind wir alle in diesem Modus.
Die Kunst besteht darin, diesen Zustand zu halten und produktiv zu nutzen.

Tipp:

Wecker stellen und Morgenseiten schreiben.
Es ist nicht nur eine Hilfe für euren Alltag sondern macht auch Spaß.

Emma Lind

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Was macht Jonas?

Was macht Jonas?

Nach einer, ja ich weiß, viel zu langen, jobbedingten Pause melde ich mich wieder.
Jetzt habe ich den Kopf fre und kann mich mit voller Kraft um Jonas kümmern.

Gestern habe ich den Plot überarbeitet, weil ich festgestellt habe,dass einiges nicht ganz klar war.
Durch die Überarbeitung iist jedes Puzzleteil an seinen Platz gerutscht, und es ergibt sich eine Logik.
Inzwischen sind auch, gemäß dem Motto, always kill your Darlings, einige Szenen herausgeflogen, Andere neu danzu gekommen.

Auf jeden Fall gibt es hier in Zukunft wieder von Jonas zu hören.

Emma Lind

NaNoWriMo 2016 Tag 30

Wieder einmal ist es geschafft!
Kaum zu glauben. Vor mir ist wieder einmal eine fertige Geschichte mit 517 Din A 4 Seiten und 117.222 Wörtern. Vermutlich viel zu lang. Egal. Es ist ein schönes Gefühl!

Beim überfliegen habe ich festgestellt, dass sie die Struktur eines klassischen 3-Akt-Modells hat.
Von allen Romanen, die ich zu einem NaNoWriMo verfasst habe, gefällt sie mir am besten.
Ich denke, sie hat das Zeug zum weitermachen.
Einige aspekte sind doch sehr ungewöhnlich, aber ganz interessant.

Emma Lind

NaNoWriMo 2016 Tag 29

Heute habe ich das vorletzte Kapitel, bzw. das Letzte, bearbeitet. Morgen werde ich mich mit dem Prolog beschäftigen.
Alles in allem ist es eine runede Geschichte geworden, bei der sih der Kreis im wahrsten Sinne des Wortes schließt.

Wordcount: 115.198 Wörter.

Emma Lind

NaNoWriMo 2016 Tag 28

Immer noch beschäftigt mich die Frage ob ein Roman ohne Action (Kampf mit Schwertern und Ähnlichem) spannend ist.
Reicht ein inneres Kräftemessen zweier Kräfte (Protagonist und antagonist) aus, um eine Geschichte interessant genug zu machen?

In den noch verbleibenden zwei Tagen widme ich mich dem Ende. Den Rest überlasse ich der Überarbeitung.

Wordcount: 14.474 Wörter.

Emma Lind

Kein tätlicher Kampf – geht denn das

Dieser Beitrag hat eine Überschrift, weil er mich seit heutenachmittag umtreibt.
Beim Überfliegen meiner Geschichte ist mir nämlich aufgefallen, dass es keine tätliche Auseinandersetzung zwischen den Antagonisten und dem Protagonisten gibt, obwohl das sonst im Fantasy-Genre am Ende so üblich ist. Es gibt nur einen langen inneren Kampf des Protagonisten und Maßnahmend der Protagonisten.
Da treibt mich jetzt die Frage um, ob das denn überhaupt geht.

Wordcount: 112890 Wörter.

Emma Lind

NaNoWriMo 2016 Tag 26

Heute musste sich Jonas dem für Nephilim absolut Schlimmsten stellen. Während er in der Vergangenheit jedoch nachgegeben hätte, blieb er standhaft und gerade heraus.
Nicht zuletzt spielt hier auch die Entwicklung in der Beziehung zu seinemVater eine bedeutende Rolle.

Jonas hat im Laufe der Geschichte eine Entwicklung vom etwas unzufriedenen und frustrierten Nephilim hin zu einem aufrechten, etwas revolutzerhaften, und trotzdem überlegt handelnden, Mann vollzogen. Diese Entwicklung war äußerst störanflällig (Fates, Gemeinschaft der Nephilim und Jonas selsgt) und nicht einfach zu be-schreiben.

Wordcount: 111.530 Wörter.

Emma Lind